Bin ich sicher? – der achtsame Umgang mit Gedanken

April 11th, 2016 by

Erinnerung der Achtsamkeit

„Bin ich sicher?“

Wer einmal begonnen hat, seine Gedanken zu beobachten und sich darin übt, nicht zu urteilen, stellt fest, dass das schier unmöglich erscheint. Unser Verstand liebt es zu urteilen.

Das geht schon morgens beim Blick in den Spiegel los: Meine Haare sitzen nicht, … ich sehe schrecklich aus, ….das ist nicht mein Tag, sagen wir zu uns selbst.

Dann, auf dem Weg zur Arbeit, schimpfen wir vielleicht über den rücksichtslosen Busfahrer, der uns einfach vor der Nase wegfährt. Wir bewerten entgegenkommende Fremde, beurteilen ihr Aussehen, Gesprächsfetzen, die wir mitbekommen.

Dann kommen wir am Arbeitsplatz an, sehen unseren Chef und beurteilen seine Laune und wie wir uns zu verhalten haben, damit wir den Tag unbeschadet überstehen. Wir beurteilen unsere Leistung und wir beurteilen den Tag.

Urteilsfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft. Sie dient unserer Sicherheit und hilft uns weise Entscheidungen zu treffen und sinnvolle Ziele zu wählen.

Dies trifft allerdings nur auf bewusstes Urteilen mit Mitgefühl uns selbst und anderen gegenüber zu.

Der unendliche Fluss unserer Urteile hilft uns dabei nicht. Er beeinflusst unsere Stimmung, unsere Beziehungen und nimmt uns unsere Kraft.

Immer einmal wieder zu überprüfen, welche Urteile unser Verstand gerade fällt, kann daher sehr heilsam sein. Wenn wir also gerade dabei sind ein Urteil zu fällen oder es bereits gefällt haben, können uns folgende Fragen aus dem Hamsterrad des Urteilens befreien:

Bin ich sicher? Kann ich wirklich sicher sein, dass das wahr ist, was ich gerade denke?

Ich wünsche Ihnen eine freudvolle Woche!

„Be mindful, be happy!“

Martina Frisch



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