Vom Segen des Schmeckens und den Bedingungen des Glücks

Februar 8th, 2018 by

schmecken

In der letzten Woche war ich ziemlich stark erkältet und konnte nichts mehr schmecken. Alles was ich gegessen hatte, schmeckte fad und leicht bitter. Selbst mein mit Datteln gesüßter Lieblingsnachtisch schmeckte fad und bitter.

So etwas hatte ich vorher noch nicht erlebt. Ich hatte vollkommen die Lust am Essen verloren, und das, obwohl ich wirklich gerne esse. Ich konnte tiefes Mitgefühl für die Menschen empfinden, die ihre Fähigkeit zu schmecken verloren haben.

Und mir ist wieder einmal klar geworden, dass wir in diesem Leben nichts als garantiert nehmen können. Heute können wir die köstlichsten Gerichte schmecken, und morgen schmecken wir nichts mehr.

Alles ist der Veränderung unterworfen.

Diese Erkenntnis kann einem Angst machen oder sie kann dazu führen, dass wir Dankbarkeit empfinden und zu schätzen lernen, was wir haben.

Es ist wunderbar, schmecken zu können. Eine köstliche Welt für sich. Das wurde mir jedoch erst durch den Verlust des Schmeckens wirklich bewusst. Und so ist es doch oft, wir merken erst, wie lieb uns ein bestimmter Mensch war, wenn er nicht mehr in unserem Leben ist. Wir merken erst, wie wertvoll Gesundheit ist, wenn wir krank sind. Diese Liste lässt sich lange fortsetzen.

Mein Zen Lehrer Thich Nath Hanh lehrt: „Es gibt immer ausreichend Bedingungen, um glücklich zu sein.“

Selbst in den Stunden, als ich nichts schmecken konnte und krank war, konnte ich Bedingungen zum glücklich sein finden.

Wir müssen dafür jedoch ganz wachsam sein, Dankbarkeit kultivieren und manchmal auch genau hinschauen, was da ist.

Dann erkennen wir, dass es für uns viel mehr Gelegenheiten gibt, glücklich zu sein, als wir jemals für möglich gehalten hätten.

„Be mindful, be happy!“

Martina xoxo

 

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