Zur Ruhe kommen – Eine Metapher zur Achtsamkeitsmeditation

August 8th, 2016 by

Zur Ruhe kommen

 

„Lass deine Gedanken ruhen,
lasse sie keinen Schatten auf den Mond deines Herzens werfen,
lasse sie ziehen.“ Rumi

Wir leiden, wenn wir uns in unseren Gedanken verlieren und den Geschichten, die wir uns erzählen ungeprüft glauben schenken.

Es gibt viele Metaphern, die das Wesen der Achtsamkeitsmeditation oder auch Einsichtsmeditation beschreiben. Diese sehr alte Geschichte macht deutlich, wie uns die Meditation helfen kann, die Geschichten und das Leid, das diese häufig mitbringen, loszulassen.

Der Geist ist wie das Meer. Und tief im Meer, unter der Oberfläche, ist es ruhig und klar. Ganz egal wie es an der Oberfläche des Meeres ist. Ob es dort ruhig ist oder bewegt oder ob gar ein starker Sturm die Wellen aufpeitscht, ganz unten im Meer ist es ruhig und still. Aus den tiefen des Meeres können wir nach oben blicken und einfach zusehen, was dort geschieht, genauso wie wir aus den tiefen des Geistes nach oben zu den Wellen schauen können, den Gehirnwellen, den vielen Aktivitäten des Geistes: den Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen den Erinnerungen und ihren Geschichten.

Wir können die Gelegenheit genießen, die Aktivitäten unseres Geistes einfach nur zu beobachten, sicher an diesem ruhigen Ort. Von hier aus ist es möglich, sich allem bewusst zu sein, ohne von den Gedanken und Empfindungen mitgerissen zu werden. Wir können erkennen, dass wir mehr sind als nur unsere Gedanken und unsere Gefühle. Mehr als die Geschichte, die wir uns über uns selbst und unser Leben erzählen.

„Be mindful, be happy!“

Martina Frisch



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.